Die Grundstücksbesitzer am Groß Glienicker See können aufatmen: Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Ortsbeirat beschlossen, mehr auf ihr Ruhebedürfnis einzugehen. So sollen außerhalb der Bereiche Badewiese und Begegnungshaus keine Freizeitanlagen wie Boule-Bahnen oder Kinderspielplätze errichtet werden. Ausdrücklich soll die Nutzung des Uferwegs aber nicht eingeschränkt werden und der südliche Bereich der Seepromenade nicht von den Änderungen betroffen sein.
Trotz einstimmigen Beschlusses kam es während der Beratung im Ortsbeirat zur heftigen Auseinandersetzung. Die Ortsbeiratsmitglieder Andreas Menzel und Matthias Völker lieferten sich ein heftiges Wortgefecht. Da der Beschluss den Bebauungsplan betrifft, mahnte Menzel an, ihn nur mit einer Ergänzung zu verabschieden. „Sonst könnten andere versuchen, den Bebauungsplan auszuhebeln.“ Er spielte auf den jüngsten Streit um den Uferweg an, der zwischen Stadtverwaltung und Anrainern entbrannt war. Völker warf ihm daraufhin „Wichtigtuerei“ vor. Indes sprach sich auch Manfred Dreusicke für einen Zusatz aus. Der sieht nun vor, den Bebauungsplan nicht generell zu ändern, sondern nur im Ausnahmefall. Eingebracht hatten den Antrag Ortsvorsteher Peter Kaminski und dessen Stellvertreter Winfried Sträter.
Der Streit um den Uferweg war in jüngster Zeit eskaliert. Einige Besitzer von Grundstücken, die an den See angrenzen, hatten den Uferweg mit schwerem Gerät aufgerissen (MAZ berichtete). Die Stadt reagierte empört und drohte indirekt sogar mit der Enteignung einiger Grundstücke. (Von Christoph Seyfert)
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